PHILIPP FÜRHOFER





Philipp Fürhofer, Eisstück, 2010
Öl und Lack auf Acrylglas, Effektfolie, Abflussrohre und gekratzte Zeichnung
160 x 130 x 10 cm





Philipp Fürhofer, Zweimaleins, 2010
Dyptichon, Acryl und Öl auf silbernem und bronzenem Spionspiegelleuchtkasten
je 80 x 80 x 10 cm, Ansicht mit Licht





Philipp Fürhofer, Zweimaleins, 2010
Dyptichon, Acryl und Öl auf silbernem und bronzenem Spionspiegelleuchtkasten
je 80 x 80 x 10 cm, Ansicht ohne Licht





Philipp Fürhofer, Boiling Sea, 2010
Acryl und Öl auf Spionspiegelkästen
Gesamtgröße an der Wand: 220 x 120 x 10 cm (ohne Licht)





Philipp Fürhofer, Boiling Sea, 2010
Acryl und Öl auf Spionspiegelkästen
Gesamtgröße an der Wand: 220 x 120 x 10 cm (mit Licht)





Philipp Fürhofer, Unbestimmte Art, 2010
Acryl und Öl auf bronzefarbenem Spionspiegelleuchtkasten
80 x 120 x 10 cm (Licht aus)





Philipp Fürhofer, Unbestimmte Art, 2010
Acryl und Öl auf bronzefarbenem Spionspiegelleuchtkasten
80 x 120 x 10 cm (Licht an)





Philipp Fürhofer, Frozen White, 2010
Öl und Lack auf Acrylglas, Effektfolie, Abflussrohre und gekratzte Zeichnung
130 x 160 x 10 cm




TEXT

Philipp Fürhofers Malerei zeichnet sich durch besondere Virtuosität aus. Der Künstler bevorzugt lichtdurchlässige Untergründe wie Acrylglas und Leuchtkästen. Dies setzt eine Technik voraus, die es möglich macht, auf transparentem Untergrund sowohl durchsichtig, leicht und luftig, als auch pastos und deckend zu malen. Oft erscheinen seine Bilder wie dreidimensionale, lichtdurchflutete Objekte, die die umliegende Wand mit einbeziehen, und die Bildgrenzen verschwimmen lassen. Dabei wird immer wieder mit spielerischer Leichtigkeit die Grenze zwischen Figurativem und Abstraktem überschritten. Das Licht als „Störfaktor“, der von innen nach außen strahlt, Schatten wirft und die Farben verfremdet, wird instrumentalisiert, um faszinierende Effekte zu erzielen.

Fürhofers Inhalte sind von den täglichen Nachrichten und seinen eigenen Erlebnissen beeinflusst. Besonders präsent sind Themen wie Umwelt und Forschung, Natur und Künstlichkeit. Wie gehen wir mit der Natur um, die uns noch geblieben ist? Inwieweit ist es möglich, schon jetzt synthetisch hergestellte Gegenstände perfekt mit natürlichen zu verbinden? In Philipp Fürhofers Arbeiten gelingt dies durch das natlose Einfügen von Kunstpflanzen, Plastikfolien und anderen Fremdkörpern in seine gemalten Landschaften und Szenarien.




BIOGRAPHIE

1982 geboren in Augsburg 2002 - 2007 _Studium der Bildenden Kunst bei Prof. Hans Jürgen Diehl an der Universität der Künste Berlin _Bühnenbildassistent bei Prof. Reinhard von der Thannen für Opernproduktionen u. a. am Opernhaus Zürich und Komische Oper Berlin (Regie: Hans Neuenfels, Grischa Asagaroff) lebt und arbeitet in Berlin EINZELAUSSTELLUNGEN 2012 _Breakthrough, Bayerisches Nationalmuseum, München 2011 _Bühnenbild für Peter Tschaikowskis Oper "Eugen Onegin" an der Nederlandse Opera, Amsterdam. Regie: Stefan Herheim. Dirigent: Mariss Jansons. Premiere: 14. Juni. _Hitzefrei, Galerie Carolyn Heinz, Hamburg 2010 _Window Project, Grantpirrie Gallery, Sydney, Australien 2009 _Life Is Out There, kuratiert von Luca Bradamante und Giulia Sargiacomo, NotFair Gallery und Accademia Brera, Mailand, Italien _Art Forum Berlin, Sektor Focus, Galerie Lena Brüning, Berlin _Korrespondenz, mit Ina Biersted, Hier Projekt, Berlin _Abschlussausstellung des Stipendiums mit Martin Mohr, Karl-Hofer-Gesellschaft, Locarno, Schweiz 2008 _Transference, Galerie Lena Brüning, Berlin _Abschlussausstellung der Meisterschüler UdK, Berlin _Premiere der Oper "Herzog Blaubarts Burg" mit einer Rauminstallation von Philipp Fürhofer in der Galerie Aedes East, Pfefferberg, Berlin 2007 _HerZeigen, Galerie Lena Brüning, Berlin 2004 _Dachprojekt im „August“, Augsburg GRUPPENAUSSTELLUNGEN 2012 _Auktionsausstellung der Hamburgschen Kulturstiftung, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg 2011 _Between appropriaton and intervention, kuratiert von Harald Theiss, Kunstverein Kristiansand, Norwegen _Stipendiatenausstellung der SommerFrischeKunst, Bad Gastein, Österreich 2010 _Festival des Beaux Arts, Pinakothek der Moderne/Galerie Sabine Knust, München _Enlightenment, kuratiert von Saskia Draxler, L40, Berlin _Transformation, kuratiert von Stephen Riolo, Torstr. 95, Berlin _Ich weiß was Du nicht siehst, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berlin 2009 _Werkschau 1, Stipendiatenausstellung im kunst:raum Syltquelle, Sylt _Exotica, Forgotten Bar Project, Berlin _Stipendiatenausstellung der Karl-Hofer-Gesellschaft/Interroll, Locarno, Schweiz _Tape Modern, kuratiert von Amir Fattal, Tape Club, Berlin _Künstler der Galerie 2, Galerie Lena Brüning, Berlin 2008 _wasistdas?, kuratiert von den Geschwistern Sperling, Paris _Auktion, Aachener Kunstverein, Aachen 2007 _variable dimensions, WilmerHale, Berlin _Auktion, Neuer Aachener Kunstverein, Aachen _Papierarbeiten, Galerie Lena Brüning, Berlin _Kunstprojekt Machnower Straße, Berlin 2006 _P1, Berlin _Außer Haus, Berlin 2005 _Seltsam, Augsburg 2004 _Kanzlei Jahn, Berlin PREISE UND STIPENDIEN 2011 _Nextgastein Kunstresidenz, Bad Gastein, Österreich 2009 _Karl-Hofer-Gesellschaft/Tessin, Art and Spirit, Tessin, Schweiz _Erwine Steinblum Stipendium für einen Monat Aufenthalt im jozi:artlab, Johannesburg, Südafrika und der stiftung kunst:raum syltquelle, Sylt BIBLIOGRAPHIE 2011 _Alexander Meier-Dörzenbach "Hitzefrei", in DARE #6 2010 _Susanne Prinz: „Schneewittchensärge ...einige Beobachtungen zu den Bildkästen von Philipp Fürhofer“, Katalogtext in der Publikation “Missing links“ zur gleichnamigen Ausstellung, hrsg. von Galerie Lena Brüning, Berlin _Christine Lemke-Mattwey: „Gefährliche Liebschaften“, Katalogtext in der Publikation “Missing links“ zur gleichnamigen Ausstellung, hrsg. von Galerie Lena Brüning, Berlin 2009 _Matthias Ziegler: "Philipp Fürhofer. Berlin", in: Vogue Uomo, November 2009. 2008 _Thea Herold: "Glattes Pflaster. Philipp Fürhofers Spiel mit den Spiegeln in der Galerie Lena Brüning", in: Berliner Zeitung, Nr.305, 30. Dezember 2008, S. 21. _Yvonne Gebauer: "Die sterblichen Stellen. Notizen zu den Arbeiten von Philipp Fürhofer", Katalogtext im Katalog "Transference". _Anna Mecugni: "Philipp Fürhofer", Katalogtext im Katalog "Transference".